Meine Begegnung mit Wilfried Kretschmann in Stuttgart bei der Dialekttagung 2018

Danke, Herr Kretschmann.

Danke, Herr Kretschmann

Ministerpräsident Winfried Kretschmann von Baden-Württemberg ist verabschiedet worden. Nach 15 Jahren im Amt. Dabei hat der Grünen-Politiker eine stärkere Wertschätzung des Dialekts persönlich gefördert.

Unsere Begegnung in Stuttgart

Bei der ersten Tagung zur Dialektinitiative der Landesregierung habe ich ihn getroffen. Im Stuttgarter Neuen Schloss, an meinem Stand für diese Tagung. Bei der Veranstaltung 2018 leitete ich eine Arbeitsgruppe und referierte deren Ergebnisse, wieder in Anwesenheit von Kretschmann, einem bekennenden Schwäbisch-Sprecher.

Kurz vor seinem Abschied hat er in einem Zeitungsinterview mit Jan Sellner gesagt: „Dialekte gehören zur Identität eines Landes. Sie sind eine Quelle von Vielfalt und Reichtum.“ Und: „Man ist oft überrascht, wie gut Migranten Dialekt sprechen. Er ist Integration plus.“ Dialekt gilt Kretschmann als Feind von falschem Pathos. Enorme Stärke sei, dass Mundart entlarvend wirke und Kommunikation ehrlicher mache.

Was hat die Förderung gebracht?

Ob tatsächlich durch die Initiative, Dialekt heute allgemein wertgeschätzt wird, wie Kretschmann bilanziert? Stärker beachtet und gefördert wird er schon, dazu haben auch Anstöße von Landtagsabgeordneten beigetragen. Und viele auch badische Sprecher und Künstler, die manchmal in Baden-Württemberg nicht genug repräsentiert und beachtet werden. Awwer mir sin dro, des a zu ännere.